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Doberlug: Der Spielzeugaffe Tom

Eine Sonderausstellung im Museum Schloss Doberlug zeigt ab 5. Dezember brandenburgische Spielzeuggeschichte. 1881 gründeten Ernst Paul Lehmann und Jean Eichner in der Stadt Brandenburg an der Havel eine Blechspielwarenfabrik, die innerhalb weniger Jahre weltweite Bekanntheit erlangte. Lehmann-Spielzeug zeichnete sich von Anfang an durch erfindungsreiche Mechanismen, originelle Spielideen, witzige Namen und sicheres Gespür für den jeweiligen Zeitgeist aus. Internationale Patente schützten das qualitätsvolle bei Jung und Alt beliebte Spielzeug mit der einprägsamen Marke schon früh vor Nachahmungen der Konkurrenz. Selbst Weltkriege und Wirtschaftskrisen konnten das Unternehmen nicht ruinieren, bis die Firmeninhaberin, die Familie Richter, 1948 enteignet wurde und in Nürnberg eine neue Existenz aufbaute.

Datum:

23.02.2020

Ort:

Museum Schloss Doberlug

Ansprechperson Dr. Torsten Lehmann

Schlossplatz 1
03253 Doberlug-Kirchhain

035322 / 6888520
E-Mail schreiben

Ortschaft:

Doberlug-Kirchhain

Preis:

6,00 €
ermäßigt 3.00 €

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Danach knüpfte der Volkseigene Betrieb Spielwarenwerk Patent-Lineol, später umbenannt in VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg, an die Tradition der Herstellung von mechanischen Spielwaren an. Bald entwickelte der Betrieb eigene, zeitgemäße Spielzeuge aus Blech, später zudem aus Kunststoff, mit mechanischem und elektromechanischem Antrieb. Auch diese Spielzeugartikel wie z.B. Feuerwehren, Raupenschlepper, Trabants, Jeeps, Rennautos und Trucks waren im In- und Ausland bekannt und begehrt und gehören gegenwärtig schon zu den gesuchten Sammlerobjekten. 1990 entstand die Brandenburger Spielwaren GmbH, die sich aber in der freien Markwirtschaft als nicht mehr konkurrenzfähig erwies und Ende 1991 liquidiert wurde.

Die Sonderausstellung des Museums Schloss Doberlug zeigt vom 5. Dezember 2019 bis zum 23. Februar 2020 einen Querschnitt aus dem umfangreichen Spielzeugangebot dieser berühmten Brandenburger Firma. Dabei sind Spielzeugartikel aus den Anfängen bis zu den letzten Jahren des Unternehmens zu sehen, wobei Fahrzeuge aus der DDR-Zeit den Hauptbestandteil der Präsentation ausmachen. Erinnerungen an die eigene Kindheitszeit sind vorprogrammiert!