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Bei Freunden. Eckhard Böttger zum 70. Geburtstag

Der Künstler Eckhard Böttger hatte lange Jahre ein Atelier im Sänger- und Kaufmannsmuseum in der Finsterwalder Langen Straße.

Datum:

04.08.2024

Ort:

Sänger- und Kaufmannsmuseum

Ansprechperson Olaf Weber

Lange Straße 6/8
03238 Finsterwalde

03531 / 30783
E-Mail schreiben

Ortschaft:

Finsterwalde

Preis:

4,00 €
ermäßigt 2 €

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Zu seinem im Juli bevorstehenden 70. Geburtstag erinnert das Museum nun mit einer Ausstellung an den 2010 viel zu früh gestorbenen Maler, Grafiker, Zeichner, Plastiker und Keramiker.

Damit wird nicht nur einer der bedeutendsten zeitge¬nös¬si¬schen Künstler der Lausitz geehrt. Die Ausstellung würdigt auch einen Freund des Museums. „Bei Freunden“ wurde zum bestimmenden Thema des Ausstellungspro¬jekts und gab ihm schließlich seinen Titel. Die ge¬zeig¬ten Arbeiten stammen aus den Sammlungen seiner Freundinnen und Freunde in Finsterwalde und Umgebung. Viele von ihnen erwarben Eckhard Böttgers Kunstwerke, weil sie ihm als Menschen nahe¬standen und einen Teil seines künstlerischen Schaffens bei sich haben wollten. Andere hingegen wurden zu Freunden, weil sie ihn durch seine Kunst schätzen lernten.

Eckhard Böttger betätigte sich als Maler, Grafiker, Zeichner, Plastiker und Keramiker; sein Werk reicht von der expressiven Ölmalerei bis zur archaischen Metallskulptur. Seine Motive sind bestimmt vom Menschen in einer zerrissenen Landschaft; oft auch von Akten und Zirkusthemen. Die Finsterwalder Ausstellung bildet sein gesam¬tes Spektrum ab; besonders interessant sind sicherlich die zahlreichen Keramiken im Dialog mit Gemälden, Grafiken und Zeichnungen. Insgesamt 15 Leihgeberinnen und Leihgebern trugen mit knapp 90 Arbeiten zu der Ausstellung bei; außerdem zeigt das Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde bis zum 4. August 2024 Werke aus seinem Bestand.

Eckhard Böttger wurde am 07. Juli 1954 in Kling¬¬mühl geboren. 1970 begann er eine Lehre als Porzellan¬maler in der Staatlichen Porzellanmanu¬faktur Meißen und arbeitete dort bis 1979 als Facharbeiter für Porzellanmalerei. 1979 bis 1984 absolvierte Böttger ein Diplomstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Prof. Jutta Damme und Prof. Bruno Konrad und lebte bis 1985 als freiberuflicher Künstler in Meißen. 1985 zog er mit seiner Frau Monika und den Söhnen Theo und Martin nach Finsterwalde. Eckhard Böttger war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR, nach 1990 im Bundes¬verband Bildender Künstler und dem Brandenbur¬gischen Verband bildender Künstler. 1997 erhielt er ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Eckhard Böttger starb am 25. November 2010.