Bad Liebenwerda: Karin Heym - Ein Leben für das Puppenspiel
Zum Internationalen Weltpuppenspieltag am 21. März öffnete im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda die Kabinettausstellung »Karin Heym - Ein Leben für das Puppentheater«. Ab dem 22. März ist sie für das breite Publikum zugänglich.
04.10.2026
Mitteldeutsches Marionettentheatermuseum
Ansprechperson Ralf Uschner
Burgplatz 2
04924 Bad Liebenwerda
035341 / 12455
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Bad Liebenwerda
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ermäßigt 2,00 €
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Die liebevolle Hommage an eine Persönlichkeit der Lausitzer Puppentheaterwelt wird bis zum 4. Oktober gezeigt.
Seit sechs Jahrzehnten prägt Karin Heym die Puppentheaterszene in Cottbus und im Elbe-Elster-Land mit der Puppentheaterbühne Regenbogen. Heym ist Gestalterin, Regisseurin und Puppenspielerin in Personalunion; während ihres Schaffens entstand ein umfangreicher Fundus an Inszenierungen, der sich vorwiegend dem Theater für Kinder widmet. Klassiker wie „Dornröschen“ oder „Rumpelstilzchen“ sind ebenso vertreten wie „Omakaki-Ikwe“, die Krötenfrau, das einen Einblick in die Gedankenwelt der amerikanischen Ureinwohner eröffnet.
Nachdem sie lange Jahre in Cottbus lebte und arbeitete, ist Karin Heym nun seit fast dreißig Jahren in Frankena bei Doberlug-Kirchhain Zuhause und spielt von dort aus gemeinsam mit ihrer Tochter Franziska auf der Puppentheaterbühne Regenbogen-mobil in Kindergärten und Schulen der Region. Zum Internationalen Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land im September gehören sie und ihr Kasperspiel zum festen Programm am letzten Festivalsonntag. Darüber hinaus ist Karin Heym aktiv in den kulturellen Alltag ihres Dorfes eingebunden – sei es organisatorisch, bei Lesungen oder mit ihrer Puppentheaterbühne zwischen Fastnacht und Kirmes.
Das Piccolo-Theater in Cottbus, einst künstlerisches Zuhause Karin Heyms und heutige Spielstätte des Cottbuser Puppentheaters Regenbogen, öffnete für die Kabinettausstellung seinen Fundus und stellte zahlreiche Figuren aus ihrem Schaffen zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch Inszenierun-gen der Bühne Regenbogen-mobil. Sieben Stationen beleuchten das Berufs- und Künstlerleben Karin Heyms in Text – geschrieben von Jürgen Weser – und Bild: Aus der ausgebildeten Kindergärtnerin wurde eine leidenschaftliche und erfahrene Puppenspielerin, die sich weiterhin in einer Schülerarbeits-gemeinschaft und einer Laienspielgruppe engagiert.
Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Figurengestaltung im Puppentheater und bietet gleichzeitig einen Bezug zur Dauerausstellung „Kaspers Welten“, die Besuchende interaktiv an das Puppenspiel heranführt. Ein Aufstieg auf den Lubwartturm, das Wahrzeichen der Stadt Bad Liebenwerda, mit weitem Rundumblick auf die erwachende Natur, rundet den Museumsbesuch ab.