Doberlug: Einfach weg - zerstörte Schlösser, verlorene Kunstschätze
Dr. Matthias Donath spricht am 8.10. um 17.00 Uhr im Museum Schloss Doberlug über die Auswirkungen der Bodenreform auf die Schlösserlandschaft.
08.11.2026
17:00 bis 18:00 Uhr
Museum Schloss Doberlug
Ansprechperson Dr. Torsten Lehmann
Schlossplatz 1
03253 Doberlug-Kirchhain
035322 / 6888520
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Doberlug-Kirchhain
8,00 €
ermäßigt 6,00 €
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Bei der Reform im Herbst 1945 wurden nicht nur Grund und Boden enteignet, sondern Schlösser und Herrenhäuser samt ihrem oft wertvollen Inventar. Manches wurde danach geborgen, vieles jedoch geplündert oder vernichtet. Durch den Abbruch der Schlösser und Herrenhäuser sollte zudem die Erinnerung an die früheren Gutsbesitzer und die ehemaligen Rittergüter ausgelöscht werden. Matthias Donath beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone und erklärt anhand von Beispielen aus Sachsen und der Doberluger Umgebung, wie groß die Verluste waren und wie mühsam es ist, die verlorene Erinnerung zurückzugewinnen.
Dr. Matthias Donath studierte an den Universitäten Leipzig und Freiburg und wurde 1998 mit einer Dissertation zur Baugeschichte des Meißner Doms promoviert. In Niederjahna bei Meißen betreibt Donath seit 2013 mit Lars-Arne Dannenberg das Zentrum für Kultur//Geschichte, das sich der Forschung zur Geschichte des sächsischen Adels widmet. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen befassen sich insbesondere mit der Bauforschung zu sächsischen Adelssitzen und Schlössern, aber auch mit der Familiengeschichte von sächsischen Adelsgeschlechtern. Donath ist Mitglied der Historischen Kommission des Sächsischen Adels und der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Seit 2015 ist er gemeinsam mit Lars-Arne Dannenberg Herausgeber und Verleger der „Sächsischen Heimatblätter“.
Eintritt 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro. Um verbindliche Voranmeldung unter Tel. 035322 6888520 oder E-Mail museum-schlossdoberlug@lkee.de wird gebeten.